2009 | Calgary | Kanada

Das Thema des Wettbewerbs-Projektes der Modetechnologen an der Weltmeisterschaft
2009 lautete: Kreation, Design und Herstellung eines zweiteiligen Hochzeitskleides.
Dem WorldSkills Projektbeschrieb war zu entnehmen:  Der Kandidat muss folgende Aufgaben ausführen:
–  Kleidung entwerfen
–  Abändern, entwerfen, gestalten oder drapieren des Schnittmusters
–  Markieren, messen, zuschneiden
–  Verschiedene Industriemaschinen effizient handhaben
–  Gewisse Teile an Kleidungsstücken von Hand fertig nähen
–  Bügeln

Die Aufgabe bestand aus 3 Modulen, welche einzeln bewertet wurden. Das Oberteil musste in Form eines Bustiers, der Unterteil als Rock gestaltet werden. Zusätzlich wurden Design und Kreativität unter Anwendung von Teilen aus der „Mystery-Box“ gewichtet. Für das Erfüllen der hohen Anforderungen standen den Kandidatinnen/Kandi­daten insgesamt 22 Stunden Arbeitszeit zur Verfügung.
Die Bewertung der ausgeführten Arbeiten bestand aus subjektiven und objektiven Gewichtungsfaktoren; eine herausfordernde Aufgabe für das Expertenteam, welche immer viel Diskussionspotential enthält. Zum Abschluss der Wettbewerbs­arbeiten wurden die Hochzeitskleider aller Teilnehmenden dem Publikum in Form einer Modenschau vorgeführt.
Erstmals in der 59-jährigen Geschichte der WorldSkills Competitions wurde bei den
Wettbewerbsaufgaben auf Nachhaltigkeit, reduzierten Materialverbrauch und
Wiederverwertbarkeit geachtet. Die Kandidatinnen und Kandidaten hatten zudem die Möglichkeit, ihr Wettbewerbs-Hochzeitskleid mit nach Hause zu nehmen oder zu Gunsten der Kanadischen Krebsgesellschaft öffentlich versteigern zu lassen.

Goldmedaille für Carol Sidler!
Die monatelange intensive Vorbereitungszeit und der kompromisslose Einsatz haben sich für die Sempacher Bekleidungsgestalterin Carol Sidler gelohnt: Sie löste die Wettbewerbsaufgabe „Kreation eines zweiteiligen Hochzeitskleides“ mit Bravour überzeugte nicht nur die internationale Jury mit ihrer Kreation und ihrer perfekten Verarbeitung der Kleidungsstücke, sondern schneiderte sich auch in die Herzen des Publikums. Carol wurde im Rahmen einer Publikumsabstimmung von den Besuchern zur beliebtesten Wettbewerbsteilnehmerin gewählt.
Während der grossartigen Schlussfeier vor einem Publikum von über 5000 Personen durfte sie dann endgültig jubilieren und den Weltmeistertitel in Form der Goldme-daille sowie die Auszeichnung „Best of the Nation“ entgegen nehmen.
Carol Sidler absolvierte ihre Grundausbildung bei der Couture Margrit Greiner in Horw, arbeitet im Couture-Atelier Irene Bürgi in Lungern und bildet sich berufsbegleitend zur Dipl. Technikerin HF Textil Fashion Design & Technology an der Schweizerischen Textilfachschule weiter.

„Ihr seid alle Masters in euren Berufen“ stellte Dr. Ursula Renold, Direktorin des
Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT, anlässlich des Empfangs des
SwissTeams im AlpenRock-House Kloten, anerkennend fest. Ein begeistertes Publikum
begrüsste die jungen Berufsleute nach ihrer Rückkehr am 11. September 2009. Eltern, Verwandte und Freunde, Verbandsvertreterinnen und -vertreter, der Stiftungsrat SwissSkills und selbst die Zürcher Regierungsratspräsidentin Regine Aeppli liessen es sich nicht nehmen, der gesamten Schweizer-Delegation zu den tollen Einzelleistungen und zum ausgezeichneten 2. Platz der Schweiz auf der Rangliste von 50 beteiligten Nationen zu gratulieren.

Wir sind stolz auf die weltmeisterlichen Leistungen unserer Kandidation Carol Sidler
und der Expertin Annette Stähli, die uns nicht zuletzt auch darin bestärken, mit unserer Zielsetzung, die Schweizermeisterschaften für Bekleidungsgestalterinnen und Bekleidungsgestalter und die Beteiligung des Beufs an den WorldSkills Competitions zu fördern, auf dem richtigen Weg zu sein.

SwissCouture dankt allen Sponsoren, Gönnern und Freunden für ihr Wohwollen, ohne das der erneute Erfolg nicht möglich gewesen wäre!

Rangliste:
Schweiz GOLD – Carol Sidler
Finnland SILBER
Chinese Taipei BRONZE
Korea BRONZE
Kanada BRONZE
Thailand
Macao, China
Japan
Norwegen
Indonesien
Frankreich
Spanien
Malaysia
Türkei

 

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